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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der G eschichte der Menschheit. roS

genug zu diesen Denkmablen, da das meiste Ägyp-ten eigentlich ein Fels ist: sie hatten auch Händegenug zum Bau derselben, da in ihrem fruchtbare»und volkreichen Lande der Nil für sie die Erde düngtund der Ackerbau ihnen wenige Mühe kostet. Ucker-dem lebten dis alten Aegypter sehr mäßig: Tausendevon Menschen, die an diesen Denkmahlcn Jahrhun-derte lang wie Sclaven arbeiteten, waren so leichtzu unterhalten, daß es nur auf den Willen einesKöniges ankam, Gedankenlose Massen dieser Art zuerrichten. Das Leben einzelner Menschen ward inreuen Zeiten anders als jetzo geschaht, da ihre Namennur in Zünften und Landstrichen berechnet wurden.Leichter opferte man damals die nutzlose Mühe vielerIndividuen dem Gedanken eines Beherrschers auf,der mit einer solchen Stcinmaffe sich selbst Unsterb-lichkeit erwerben und dem Wahn seiner Religionnach die abgeschiedene Seeke in einem balsamirtcnLeichnam festhalten wollte; bis mit der Zeit auchdiese, wie so manche andre Nutzlose Kunst zumWetteifer ward. Ein König ahmte den andern nachoder suchte ihn zu übertreffen; mdesi das gutmüthigeVolk seine Lebens-Tage am Bau dieser Monumenteverzehren mußte. So entstanden wahrscheinlich diePyramiden und Obelisken Aegyptens; nur in denältesten Zeiten wurden sie gebauet: denn die spatere

Zeit und jede Nation, die ein nützlicher Gewerbetreiben lernte, bauete keine Pyramiden mehr. Weitgefehlt also, daß Pyramiden ein Kennzeichen vonder Glückseligkeit und wahren Aufklärung des altenAegyptens seyn sollten, sind sie ein unwidcrsprechlichcsDenkmahl von dem Aberglauben und der Gedanken-losigkeit sowohl der Armen, die da baueten, als der