io4 Ideen zur Philosophie
sind Säulen gemocht und da die Baukunst der Ae-gnpicr vom Felsengewvlbe nusging, sie ober bei ih-ren Gebäuden unsre Kunst zu Wolken noch nichtverstünden: so Word die Säule, ost auch ein Koloßderselben unentbehrlich. Die Wüste, die um sie war,das Todtenrnch, das aus Religions-Ideen um sieschwebte, machte auch ihre Bilder zu Mumienge-.staltcn, bei denen nicht Handlung, sondern ewigeRuhe der Charakter war, auf welchen sie die Kunststellte.
Ucber dis Pyramiden und Obelisken der Acgyp-ter darf man sich, wie mich dünkt, noch wenigerwundern. In allen Theilen der Welt, selbst inOtabiti, werden Pyramiden auf Gräbern errichtet»ein Zeichen nicht sowohl der Seelen - Unsterblichkeitals eines daurcnden Andenkens auch nach dem Tode.Offenbar waren sie aus diesen Gräbern aus jenemrohen Steinhaufen entstanden, den man zum Denk-mahl einer Sache uraltecs bei mehreren Nationenaufhäufte; der rohe Steinhaufe formt sich selbst,damit er fester liege, zu einer Pyramide. Als dieKunst der Menschen, denen keine Veranlassung zumDenkmahl so nahe lag als das Begräbniß einesverehrten Todten, zu diesem allgemeinen Gebrauchehinzutrat: so verwandelte sich der Steinhaufc, derAnfangs vielleicht den begrabenen Leichnam auch vordem Aufscharren wilder Thiere schützen sollte, na-türlich in eine Pyramide oder Ehrensäule, mit mehroder minder Kunst errichtet. Daß nun die Acqyp-ter in diesem Bau andere Völker übertrafen, hattemit dem dauerhafter», Bau ihrer Tempel und Kata-komben einerlei Ursach. Sie besaßen nämlich Steine