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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. io3

Folgen zum Anblick des Volks in der Menschcnge-schichte. Ein stilles, fleißiges, gutmüthigcs Volkwaren die Aegypter, welches ihre ganze Einrichtung,ihre Kunst und Religion beweiset. Kein Tempel,keine Bildsäule Aegyptens hat einen fröhlichen, leich-ten, griechischen Anblick; von diesem Zweck der Kunsthatten sie wcdcr Begriff, noch auf ihn Absicht. DieMumien zeigen, daß die Bildung der Aegyptcr nichtschön war; nachdem sie also die menschliche Gestaltsahen, mußten sie solche bilden. Eingeschloffen inihr Land, wie in ihre Religion und Verfassung,liebten sie das Fremde nicht und da sie, ihrem Cha-rakter gemäß, bei ihren Nachbildungen vorzüglich aufTreue und Genauigkeit sahen, da ihre ganze KunstHandwerk und zwar das religiöse Handwerk einerGeschlcchtszunft war, wie sie denn auch größtentheilsauf religiösen Begriffen beruhte : so war dabei durch-aus an keine Abweichungen in jenes Land schönerIdeale zu denken, das ohne Naturvorbilder aucheigentlich nur ein Phantom ist *). Dafür gingen siemehr auf das Feste, Dauerhafte und Riesengroße,oder auf eine Vollendung mit dem genauesten Kunst-fleiße. In ihrer festigten Weltgcgend waren ihreTempel aus dem Begriff ungeheurer Höhlen entstan-den: sic mußten also auch in ihrer Bauart eine un-geheure Majestät lieben. Ihre Bildsäulen warenaus Mumien entstanden; sie hatten also auch denzusammengezogenen Stand der Füße und Hände,der durch sich selbst schon für seine Dauer sorget.Höhlen zu unterstützen, Begräbnisse abzusondern, dazst

') Hievon an einem andern Ort.