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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

eine Geschichte der Juden aus ollen Ländern, in diesie zerstreuet sind: so zeigte sich damit ein Schon-stück d,r Menschheit, dos ols ein Natur- und poli-tisches Ereignis glcich merkwürdig wäre. Denn leinWold der Erde bat sich wie dieses verbreitet: keinWelk der Erde Hot sich wie dieses in ollen Ktimatenso kenntlich und rüstig erholten.

Daß man hierorts ober jo keinen obergläubigenSchlup ouf eine Revolution fosse, die durch diesWolk dereinst noch sür olle Erdvolrer bewirkt werdenmüßte. ' Dis bewirkt werden sollte, ist wohrscheinlichbewirkt und zu einer ondern zeigt sich weder imWolk selbst, noch in der Analogie der Geschichte diemindeste Anloge. Die Erhaltung der Juden erklärtsich eben so notürlich, als die Erhaltung der Bra-monen, Parsen und Zigeuner.

Ucbrigens wird niemand einem Volk, das eineso wirksame Triebfeder in den Händen des Schick-sals ward, seine großen Anlagen absprechcn wollen,die in seiner ganzen Geschichte sich deutlich zeigen.Sinnreich, verschlagen und arbeitsam wußte cs sichjederzeit auch unter dem äußersten Druck andrerVölker wie in einer Wüste Arabiens mehr ols vier-zig Jahr zu erhalten. Es fehlte ihm auch nicht ankriegerischem Mulh, wie die Zeiten Davids lind derMakkabäer, vorzüglich ober der letzte, schreckliche Un-tergang seines Staats zeigen. In ihrem Lande wa-ren sie einst ei» arbeitsames, fleißiges Wolk, das,wie die Japaner, seine nackten Berge durch künstli-che Terrassen bis auf den Gipfel zu bauen wußteund in einem engen Bezirk, der an Fruchtbarkeitdoch immer nicht dos erste Land der Welt war, eineunglaubliche Anzahl Menschen nährte. Zwar ist in