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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
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der Geschichte der Menschheit. 87

liche Nation sich ihre Gesetzgebung und Staatsver-fcissunq von Erundaus gebildet. So gränzet daserlesenste Gute durch eine vielfach-falsche Anwen-dung an mancherlei Uebcl: denn können nicht auchdie heiligen Elemente der Natur zur Zerstörung unddie wirksamsten Arzneien zu einem schleichenden Giftwerden?

Die Nation der Juden selbst ist seit ihrer Zer-streuung den Völkern der Erde durch ihre Gegen-wart nützlich und schädlich worden, nachdem man siegebraucht hat. In den ersten Zeiten sähe manChristen für Juden an und verachtete oder unter-drückte sie gemeinschaftlich, weil auch die Christenviel Vorwürfe des Jüdischen Völkeehasses, Stolzesund Aberglaubens auf sich luden. Späterhin, daChristen die Juden selbst unterdrückten, gaben sieihnen Anlaß, sich durch ihre Bewerbsamkeit undweite Verbreitung fast allenthalben des innern, in-sonderheit des Geldhandcls zu bemächtigen; daherdenn die rohern Nationen Europa's freiwillige Skla-ven ihres Wuchers wurden. Den Wcchselhandelhaben sie zwar nicht erfunden, aber sehr baldvervollkommnet, weil eben ihre Unsicherheit in denLandern der Mahomcdancr und Christen ihnen dieseErfindung nöthig machte. Unlaugbar also hat eineso verbreitete Republik kluger Wucherer manche Na-tion Europa's von eigner Betriebsamkeit und Nu-tzung des Handels lange zurückgehalten, weil diesesich für ein jüdisches Gewerbe zu groß dünkte undvon den Kammerknechten der heiligen RömischenWelt diese Art vernünftiger und seiner Industrieeben so wenig lernen wollte, als die Spartaner denAckerbau von ihren Heloten. Sammlcte Jemand