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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit, 76

dieses Systems erscheinet durch sich selbst als einepolitische Religion, wie sie zu Darms Zeiten nir-gends als in einem Pcrscr-Rcich hat erdacht und ein-gefübrt werden mögen. Nothwcndig mußten dabeialte Nationalbegriffe und Meynungen auch des Aber-glaubens zum Grunde liegen. Dahin gehört dieVercbrung des Feuers, die bei den Naphtha-Quellenam kalpischen Meer gewiß ein alter Gottesdienst war,obgleich die Errichtung der Fcuectempel nach Zoroa-sters Seift in vielen Gegenden sich aus spatern Zei-ten herschreibt. Dahin gehört so mancher abergläu-bische Gebrauch zu Reinigung des Körpers und jeneungeheure Furcht vor dcn Dämonen, die fast beijedem sinnlichen Gegenstände dcn Gebeten, Wün-schen und Weihungen der Parsen zum Grunde liegt.Alles dies zeigt, auf welcher niedern Stufe derGcistes-Eultuc damals noch daÄ Volk gestanden, demzu Gut diese Religion erfunden ward; und dies wi-derspricht abermals dem Begriff nicht, den wir vondcn alten Persern haben. Der kleine Theil diesesSystems endlich, der auf allgemeine Begriffe derNatur ausgehk, ist völlig aus der Lehre der Magiergeschöpft, welche er nach seiner Weise nur reinigetund veredelt. Er unterwirft beide Principien derSchöpfung, das Licht und Dunkel, einem unendli-chen Hetzern Wesen, das er die Grenzenlose Zeitnennet, laßt allenthalben das Böse vom Guten über-wunden und zuletzt also verschlungen werden,- daßAlles sich in ein seliges Lichtreich ende. Von dieserSeite betrachtet wird Zocoasters Staats-Religioneine Art philosophischer Theodicee, wie sie seine Zeitund die Begriffe, die in ihr herrschten, gewahrenkonnten.