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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

seiner hohen Stelle als ein gereckter und thätigerHerrscher. Bald aber wurden die großen Könige,die zum despotischen Thron gcbohren waren, tyran-nische Weichlinge: Terres, selbst aus seiner schimpfli-chen Flucht aus Griechenland, da er auf ganz andreDinge hätte denken sollen, begann schon zu SardeSeine schändliche Liebe. Seine meisten Nachfolger gin-gen diesem Wege nach und so waren Bestechungen,Empörungen, Verrärkcreien, Mordkbatcn, unglück-liche Unternehmungen u. f. beinah die einzigenMerkwürdigkeiten, welche die spätere Geschichte Per-siens darbeut. Oer Geist der Edeln war verderbtund die Unedcln verdarben mit: zuletzt war kein Re-gent seines Lebens mehr sicher: der Thron wankteauch unter seinen guten Fürsten , bis Alepandcr nachAsien brach und in wenigen Schlachten dem von in-nen unbefestigten Reich ein fürchterliches Ende machten.Zum Unglück traf dies Schicftal einen König, derrin besseres Glück verdiente; unschuldig büßte erseiner Vorfahren Sünde und kam durch schändlicheWcrrätherei um. Wenn Eine Geschichte der Weltuns mit großen Buchstaben sagt, daß Ungebundcn-heit sich selbst verderbe, daß eine Grenzen - und fastGesetzlose Gewalt die furchtbarste Schwäche sei) undjede weiche Satrapen-Regierung sowohl für den Re-genten als fürs Volk das unheilbarste Gift werde:so sagts die Persische Geschichte.

Aufkcine andre Nation hat daher auch dieses Reicheinen günstigen Einfluß gehabt: denn cs zerstörte undbauete nicht: es zwang die Provinzen, diese demGürtel der Königin, jene dem Haar oder Halsschmuckderselben, einen schimpflichen Tribut zu zollen; esknüpfte sie aber nicht durch bessere Gesetze und Ein-