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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

nicht, baß dennoch ein lebender Geist in ihnen seyund daß vielleicht das letzte, äußerste Stück desBaues losreisse und euch zcrschmcttre. Tas ReichEines Volks ist eine Familie, ein wohlgeordnetesHauswesen: es ruket auj^sich selbst, denn cs ist

von der Natur gegründet und stehet und fallt nurmit den Zeiten, (^in zusammengezwungcnes Reichvon bundert Völkern und hundcrlzwanzig Provinzenist ein Ungeheuer, kein Staatskvrper.

Ein solches war Persiens Monarchie von An.--fcnege an; sogleich nach Eyrus Zeiten aber siel sieals ein solches Heller ins Auge. Sein ibm so un-gleicher Sohn wollte weiter erobern als sein Vater:wie ein Unsinniger ging er auf Aegypten und Ae-thiopicn los, so daß kaum der Hunger der Wüsteihn zurückzutreiben vermochte. Was hatte er undsein Reich davon ? was für Nutzen von ihm hattendie eroberten Lander? Er verwüstete Aegypten, zer-störte die prächtigen Thcbaischcn Tempel und Kunst-denkmahle ; ein sinnloser Zerstörer! Ermordete Ge-schlechter ersetzen sich in andern Geschlechtern: der-

gleichen Werke aber ersetzen sich nie. Noch jetzt lie-gen sie in ihren Trümmern undurchsucht und beinahunverstanden; jeder Wanderer flucht dem Wahnsinndes Trunkenen, der uns diese Schatze der alten Weltohne Ursache und Zweck raubte.

Kaum Halle den Cambyses seine eigne Wuthgestraft: so fuhr selbst der weisere Darius fort, wojener es gelassen hatte. Er> bekriegte die Scythenund Zndicr: er plünderte die Thracicr und Mace-donicr; mit allem erbeutete er nichts, als daß er inMakedonien den Funken ausstreute, der einst dem