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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. ild

die Schrift des Schicksals, die jenem schwelgendenBelsazar erschien *), bestand in Sylbenwortcn, dieNach Art der morgenländischen Schrcibkunst ihm inverschlungenen Ingen verkamen; nicht aber in Bil-dern. Selbst jene Gemadlde, die SemiramiS aufihre Mancrn setzte, die Syrischen Buchstaben, diesie dem Felsen zn ihrem Bildnis einhauen ließ., be-stätigen in den ältesten Zeiten den Hieroglnphen-freien Gebrauch der Buchstaben unter diesen Völ-kern. Durch sie allein war es möglich, daß dieBabylonier so frühe schon geschriebene Contracte,Jahrbücher ihres Reichs und eine fortgesetzte Reihevon Himmelsbeobachtungen haben konnten; durch sieallein haben sie such eigentlich dem Andenken derWelt als ein gebildetes Volk cingezeichnet. Zwarsind weder ihre astronomischen Nerzeichnisse, nochEine ihrer Schriften auf uns gekommen., ob jenegleich noch dem Ärisi teles zugesandt werden konn-ten; indessen, daß sie dies Nolk nur gehabt har, istihm schon rühmlich.

Uebrigrns muß man sich an der Chaldäer-Weis-heit nicht unsre Weisheit denken. Die Wissenschaf-ten, die Babylon besaß, waren einer abgeschlossenengelehrten Zunft anvertrauet, die bei dem Verfall derRation zuletzt eine häßliche Betrügerin wurde. Chal-däer hießen sie, wahrscheinlich von der Zeit an, daChaldäer über Babylon herrschten: denn da seit Be-lus Zeiten, die Zunft der Gelehrten ein .Orden desStaats und eine Stiftung der Regenten war, so

*) Hanicl 5, 5. a5>Philos. und Gcsch. V. LH.

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