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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

schmeichelten diese wahrscheinlich ihren Beherrscherndamit, daß sie den Namen ihrer Nation trugen. Siewaren Hofphilosophen und sanken als solche auch zuallen Betrügereien und schnöden Künsten der Hof-philosophie hinunter. Wahrscheinlich haben sie indiesen Zeiten ihre alte Wissenschaft so wenig, alsdas Tribunal in Sina die seinigen, vermehret.

Glücklich und zugleich unglücklich war diese schöneErdstrecke, da sie einem Bergstrich nahe lag, vonwelchem sich so viel wilde Völker hinabdrangtcn.Das Assyrische und Babylonische Reich ward vonChaldäern und Niedern, diese wurden von den Per-sern überwunden, bis zuletzt alles eine unterjochteWüste war und sich der Sitz des Reichs in dienordischen Gegenden hinaufzog. Weder im Kriege,noch in der Staatsverfaffung haben wir also vondiesen Reichen viel zu lernen. Ihre Angriffe warenroh, ihre Eroberungen nur Streifereien, ihre politi-sche Verfassung war jene elende Satrapen-Rcgierung,die in den Morgenlandern dieser Gegenden fast im-mer geherrscht hat. Daher denn die..unbefestigteGestalt dieser Monarchieen: daher die öftern Empö-rungen gegen sie und die Zerstörung des Ganzendurch Einnahme Einer Stadt, durch Einen oder zweiHauptsiege. Zwar wollte Arbaces schon nach demersten Sturz des Reichs eine Art verbündeter Sa-trapen-Aristokratie auftichten; aber es gelang ihmnicht, wie überhaupt keiner der Medischen und Ara-maischen Stamme von einer andern Regimentsver-fassung als der despotischen wußte. Aus dem No-madenleben waren sie ausgegangen: das Bild des

Königes als eines Hausvaters und Schecks formtealso ihre Begriffe und ließ, sobald sie nicht mehr