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Ideen zur Philosophie
andern Asiatischen Provinzen, wozu die Regierungeiniger Königinnen vielleicht nicht wenig beitrug.Kurz, die Bildung dieses Volks ging so ganz vonseiner Lage und Lebensart aus, daß cs ein Wunderwäre, wenn sich bei solchen Anlassen an diesem Ortder Welt nichts -Merkwürdiges hatte erzeugen solle».Die Natur hat ihre Lieblingsplatze auf der Erde,die insonderbeit an den Ufern der Ströme und an«rlesncn Küsten des Meers der Menschen Tbatigkeitaufwecken und belohnen. Wie am Nil ein Acgvp-len, am Ganges ein Indien entstand: so erschuf sichhier ein Ninive und Babel, in spätem Zeiten einSeleucia und Palmyra. Ja wenn Alerander zurErfüllung seines Wunsches gelangt wäre, von Babelaus die Welt zu regieren; welch' eine andre Gestalthätte diese reizende Gegend auf lange Jahrhunderteerhalten!
Auch an den Schriftcharakteren nehmen dieAssyrcr und Babvlonier Theil; ein Eigenthum, dasdie Nomadenstamme des vorder» Asiens von undenk-lichen Zeiten her unter ihre Vorzüge gerechnet haben.Ich lasse es dabingestellt seyn, welchem Volk eigent-lich diese berrliche Erfindung gebühre *) ; genug aber,alle Aramaische Stämme rübmrcn sich dieses Ge-schenkes der Vorwelt und haßten mir einer 'Art vonReligionshaß die Hieroglyphen. Ich kann mich da-her nicht überreden, daß die Babrlonier Hierogly-phen gebraucht baben: ibre Zcichendeuter deuteten
Sterne, Begebenheiten, Zufälle, Traumbilder, ge-heime Schriftzüge; aber nicht Hieroglyphen. Auch
die
*) Hievon an einem andern Orte.