der Geschichte der Menschheit. 6?>
gestifteter Orden sich dieser reizende» und zugleich un-rntbchrlichen Wissenschaft annahm und die Jahrbücherdes Himmels Zeiten hindurch fortsetzte. So locktedie Natur die Menschen selbst zu Kenntnissen undWissenschaften, daß also auch diese ihre Geschenke solocale Erzeugnisse sind, als irgend ein andres Pro-duct der Erde. Am Fuß des Kaukasus gab sie durchNaphthaguellcn den Menschen das Feuer in die Hän-de , daher sich die Fabel dcs Prometbeus ohne Zweifelaus jenen Gegenden herschreibt; in den angenehmenDattelwaldern am Euphrat erzog sie mit sanfterMacht den umbcrziehcndcn Hirten zum fleißigen An-wohner der Flecken und Städte.
Eine Reihe andrer Babylonischer Künste sinddaher entsprossen, daß diese Gegend ein Mittelpunktdes Handels der Ost - und Westwelt von alten Zeitenber war und immerhin seyn wird. Im mittler»Persien bat sich kein berühmter Staat gebildet, weilkein Fluß ins Meer strömet; abcr am Indus, amGanges und hier am Euphrat und Tigris, welchebelebtere Punkte der Erde! Hier war der PersischeMeerbusen nahe *), wo eine frühe Niederlage In-discher Maaren auch Babylon bereicherte und zu ei-ner Mutter des handelnden Fleißes machte. DieBabylonische Pracht in Leinwand, Teppichen, Sti-ckereien und andern Gewänden ist bekannt: der
Neichthum schuf Ucppigkeit: Ueppigkeit und Fleiß
brachten beide Geschlechter naher zusammen als in
*) Eichhorns Geschichte des Ost - Indischen Han-dels S. in. Gatterers Einleitung zur syn-chronistischen Universal - Historie S. 77.