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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

ihrer Pflege reichlich b> lohnen, inachten, fast ohnedaß ers wußte, den Hirten zum Ack.rmann und zumGärtner. Ein Wald von schönen Datlelbäuimn gabihm statt der unsichern Zelte Stamme zu seinerWohnung und Früchte zur Speise: die leichtgc-

branntc Tlwncrde hals du sein Bau auf, so daß sichder Zeltbewolmer tmvermcrkt in enur besscrn, ob-gleich lciinernen Wohnung sähe. Eben diese Erdegab ihm Gefäße und mit ihnen bundcrt Bequem-lichkeiten der häuslichen Lebennveise. Man lerntedas Brod backen, Speisen zurichten, bis man end-lich durch den Handel zu jenen üppigen Gastmahlenund Festen stieg, durch welche in sehr alten Zeitendie Babylonier berühmt waren. Wie man kleineGötzenbilder, Tcraphim, in gebrannter Erde schuf,lernte man bald auch kolossischc Statuen brennenund formen, von deren Modellen man zu Formendes Metailgusses sehr leicht hinaufsticg. Wie mandem weichen Thon Bilder oder Schriftzüge einprägte,die durchs Feuer befestigt blieben: so lernte man

damit unvermerkt, auf gebrannten Ziegelsteinen Kennt-nisse der Vorwclt erhalten und bauete auf die Beobach-tungen älterer Zeiten weiter. Selbst die Astronomiewar eine glückliche Nomadencrflndunq dieser Gegend.Auf ihrer weiten schönen Ebne saß der weidendeHirt und bemerkte in müßiger Ruhe den Auf - undUntergang der glänzenden Sterne seines unendlichen,heitern Horizontes. Er benannte sie, wie er seineSchaafc nannte und schrieb ihre Veränderungen insein Gedächtnis. Auf den platten Dächern der Ba-bylonischen Hauser, auf welchen man sich nach derHitze des Tages angenehm erholte, setzte man dieseBeobachtungen fort; bis endlich ein eigner, dazu