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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 6r

verbrachte, waren nichts als Colosscn, Ziegelpallästeund Hangende Garten. Man suchte dem Umfangenach zu übertreffen, was man dem Stoff und derKunst nach nicht haben konnte und gab dem schwa-cher» Denkmahl wenigstens durch angenehme Gärteneinen Babylonischen Charakter. Ich bedaure daherden Untergang dieser ungeheuren Thonmaffcn so garsehr nicht: denn hohe Werke der Kunst sind sie wahr-scheinlich nicht gewesen; was ich wünschte, wäre,daß man in ihren Schutthaufen nach Tafeln Chaldai-scher Schrift suchte, die sich nach dem Zeugnisse meh-rerer Reisende» auch gewiß darin finden würden *).

Nicht eigentlich Aegyptische sondern Nomadcn-und späterhin Handelskünste sind das Eigenthumdieser Gegend gewesen, wie cs auch ihre Naturlagewollte. Der Euphrat übcrschwemmcte und mußtedaher in Canälen abgeleitet werden, damit eingrößerer Strich Landes von ihm Fruchtbarkeit erhielte;daher die Erfindungen der Räder und Pumpwerke,wenn diese nicht auch von den Aegyptern gelernt wa-ren. Die Gegend in einiger Entfernung dieser Strö-me, die einst bewohnt und fruchtbar war, darbet jetzt,weil ihr der Fleiß arbeitender Hände fehlet. Vonder Viehzucht war hier zum Ackerbau ein leichterSchritt, da die Natur selbst den stätigen Bewohnerdazu einlud. Die schönen Garten - und Feldfrüchtedieser Ufer, die mit freiwilliger, ungeheurer Kraftaus der Erde hccvorschießen und die geringe Mühe

) S. D e l l a Balle von den Ruinen bei Ardsche,Riebuh r vom Ruinenhaufen bei Helle u, f.