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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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Ideen z«r Philosophie

platz; ihrer Stammart und ihren ersten Wohnsitzennach räuberische Kurden *). Sie haben sich in derWeltgeschichte durch nichts als Verwüstungen aus-gezeichnet: denn der Name, der ihnen von Wissen-schaften zukam, ist wahrscheinlich nur ein mit demKönigreich Babylonien erbeuteter Ehrenname. Dieschöne Gegend also, die diese Ströme umgranzet,kann man in den ältesten und neuern Zeiten füreinen Sammelplatz ziehender Nomaden oder rauben-der Völker ansehen, die an die hier befestigten Orteihre Beute zusammentrugen, bis sie dem wollüsti-gen warmen Himmelsstrich selbst unterlagen und inUeppigkeit ermattet andern zum Raube wurden.

Auch die gerühmten Kunstwerke einer Semira-mis, ja noch eines Ncbukadnczars sagen schwerlichetwas anders. Nach Aegypten hinab gingen diefrühesten Züge der Assyrcr; mithin wurden dieKunstwerke dieser friedlichen gesitteten Nation wahr-scheinlich das erste Vorbild der Verschönerungen Ba-bels. Die gerühmten kolossischen Bildsäulen Belus,die Bildnisse auf den Ziegelsteinernen Mauern dergroßen Stadt scheinen völlig nach Aegyptischer Artund daß die fabelhafte Königin zum Berge Bagisthanhinzog, um seinem Rücken ihr Bildniß aufzupragcn,war gewiß eine Aegyptische Nachahmung. Sie wurdenämlich zu diesem Zuge gezwungen, da das südlicheLand ihr keine Granitfelscn zu ewigen Dcnkmahlcnwie Aegypten darbot. Auch was Nebukadnezar her-

*) S. Schlotzer von den Chaldäern, im Reper-torium für die morgenlandische Literarur Th. 8.S. 11Ä u. f.