der Geschichte der Menschheit. ZA
Denn was waren jcne ersten Städte, die diesefabelhaften Welkmonarchen gründeten? Große, ge-sicherte Horden; das feste Lager eines Stammes,der diese fruchtbaren Gegenden genoß und auf diePlünderung andrer auszog. Daher der ungeheureUmfang Babylons so bald nach seiner Anlage dies-und jenseit des Stromes: daher seine Ungeheuern
Mauern und Thürme. Die Mauern waren hohe,dicke Walle aus gebrannter Erde, die ein weitläufti-ges Heerlager der Nomaden beschützen sollten, die Thürmewaren Wachtthürme; die ganze Stadt, mit Gartenvermischt, war nach Aristoteles Ausdruck ein Pelo-ponneüis. Reichlich verlieh diese Gegend den Stoffzu solcher Nomaden-Bauart, den Thon nämlich,den man zu Ziegelsteinen gebrauchen und das Erd-pech , womit man jene verkitten lernte. Die Naturerleichterte also den Menschen ihre Arbeit und danach Nomadcnart die Anlagen einmal gemacht waren:so konnten nach eben dieser Art sie leicht auch be-reichert und verschönt werden, wenn nämlich dieHorde auszog und raubte.
Und was sind jene gerühmten Eroberungen ei-nes Ninus, einer Scmiramis u. f. anders als Strei-ferei.», wie solche die Araber, Kurden und Turku-mannen noch jetzt treiben t Selbst ihrcr Stammes-art nach waren die Assorer streifende Bergvölker, diedurch keinen andern Charakter auf die Nachwelt ge-kommen sind, als daß sie erobert und geplünderthaben. Von den frühesten Zeiten an werden inson-derheit Araber im Dienst dieser Welteroberer genanntund man kennet die ewige Lebensart dieses Volkes,die so lange dauren wird als die Arabische Wüstedauret. Späterhin treten Chaldäer auf den Schau-