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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte Ser Menschheit. §5

Lehre, bleibendes Vorbild allein bildet. Daher kanl'sdenn, daß alle Völker sehr bald auf das Mittel sie-len, einen unterrichtenden, erziehenden, aufklarendcnStand in ihren Staatskörpcr aufzunehmen und sol-chen den andern Stauden vorzusetzen oder zwischen-zuschieben. Lasset dieses die Stufe einer noch sehrunvollkommenen Eultur sey» ; sie ist indessen für dieKindheit des Menschengeschlechts nothwendig: denn>vo keine dergleichen Erzieher des Volks waren, dablieb dies ewig in seiner Unwissenheit und Trägheit.Eine Art Bramanen, Mandarine, Talapoinen, La-men u. f. waren also jeder Nation in ihrer politischenJugend nöthig; ja wir sehen, daß eben diese Mcn-schengattung allein die Samenkörner der künstlichenEultur in Asien weit umher getragen habe. Sindsolche da, so kann der Kaiser Aao zu seinen Die-nern Hi und Ho sagen: *) gehet hin und beobach-tet die Sterne, bemerkt die Sonne und theilet dasJahr. Sind Hi und Ho keine Astronomen: so istsein kaiserlicher Befehl vergeblich.

3. Es ist ein Unterschied zwischen Eultur derGelehrten und Eultur des Volkes. Der Gelehrtemuß Wissenschaften wissen, deren Ausübung ihmzum Nutzen des Staats besohlen ist: er bewahrtsolche aus, und vertraut sie denen, die zu seinemStande gehören, nicht dem Volke. Dergleichen sindauch bei uns die höhere Mathematik, und viele

H Der Anfang des Schukings x. 6. in D e a u i g n e sAusgabe.