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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 4^

überhaupt jeder Wahn, der über die Menschheithinaus reichet. Indem sie nämlich ein falschesMitleiden gegen alles Lebendige weckte, vermindertesie zugleich das wahre Mitgefühl mit dem Elendeunsres Geschlechts, dessen Unglückliche man alsMissethätcr unter der Last voriger Verbrechen oderals Geprüfte unter der Hand eines Schicksals glaub-te , das ihre Tugend in einem künftigen Zustandebelohnen werde. Auch an den weichen Hindus hatman daher einen Mangel an Mitgefühl bemerket,der wahrscheinlich die Folge ihrer Organisation, nochmehr aber ihrer tiefen Ergebenheit ans ewige Schick-sal ist; ein Glaube, der den Menschen wie in ei-nen Abgrund wirft und seine thatigen Empfindun-gen abstumpfet. Das Verbrennen der Weiber aufdem Scheiterhaufen der Ehemänner gehört mit un-ter die barbarischen Folgen dieser Lehre: denn wel-che Ursachen auch die erste Einführung desselben ge-habt habe, da cs entweder als Nacheiferung großerSeelen oder als Strafe in den Gang der Gewohn-heit gekommen seyn mag: so hat unstreitig doch dieLehre der Bramancn von jener Welt den unnatür-lichen Gebrauch veredelt und die armen Schlacht-opfer mit Beweggründen des künftigen Zustandeszum Tode begeistert. Freilich machte dieser grausa-me Gebrauch das Leben des Mannes dem Weibetheurer, indem sie auch im Tode untrennbar vonihm ward und ohne Schmach nicht Zurückbleibenkonnte; war indessen das Opfer des Gewinneswcrth, sobald jenes auch nur durch die schweigendeGewohnheit ein zwingendes Gesetz wurde? Endlichübergehe ich bei der Bramancn - Einrichtung denmannigfaltigen Betrug und Aberglauben, der schon