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Ideen zur Philosophie
wohl, als die Metcmpsychose der Morgenlander sindpoetische Vorstellungsartcn dessen, was ist nnd wird,wie solches sich ein eingeschränkter inenschlichcr Ver-stand und ein mitfühlendes Herz denket. „Ich lebeund genieße kurze Zeit meines Lebens; warum sollte,was neben mir ist, nicht auch seines Dascpns ge-nießen und von mir ungekränkt leben?" Daher nundie Sittenlchrc der Talapoinen, die insonderheit ansdie Nichtigkeit aller Dinge, auf das ewige Umwan-deln der Formen der Welt, auf die innere Qualder unersättlichen Begierden eines Mcnschcnherzensund auf das Vergnügen einer reinen Seele so rüh-rend und aufovfernd dringet. Daher auch die sanf-ten humanen Gebote, die sie zu Verschonung ihrerselbst und andrer Wesen der menschlichen Gesell-schaft gaben, und in ihren Hymnen und Sprüchenpreisen. Aus Griechenland haben sie solche so we-nig, als ihre Kosmogonie geschöpft: d-nn berde sindachte Kinder der Fantasie nnd Empsindnngsart ihresKlima. In ihnen ist alles bis zum höchste» Zielgespannt, so daß nach de§ Sittenlchrc der Talapoi-nen auch nur Indische Einsiedler leben mögen; dazuist alles mit so unendlichen Mährchen umhüllt, daß,wenn je ein Schaka gelebt hat, er sich schwerlich inEinem der Züge erkennen würde, die man dankendund lobend auf ihn häufte. Indessen, lernt nichtein Kind seine erste Weisheit und Sittenlchrc durchMährchen? und sind nicht die meisten dieser Natio-nen in ihrem sanften Scelenschlafc lebenslang Kin-der? Lasset uns also der Vorsehung verzeihen, wasnach der Ordnung, die sic fürs Menschengeschlechtwählte, nicht anders als also seon konnte. Sieknüpfte alles an Tradition, und so konnten Men-schen