der Geschichte der Menschheit.
lern rühmet, wenigstens als ein Thcil der Wall-fahrt betrachtet werden mag, bei) welcher auch dieHalste mehr ist, als das Ganze. Der Glaube ei-ner Seelcnwanderung macht mitleidig gegen die le-bendige Schöpfung, fo daß rohe Berg - und Fclsen-menschen vielleicht mit keinem sanfter« Zaum alsmir diesem Wahn und dem Glauben an langeBüßungen und Höllenstrafen gebändigt werden konn-ten. Kurz, die Tibetanische ist eine Art päpstlicherReligion, wie sie Europa selbst in seinen dunkelnJahrhunderten, und sogar ohne jene Ordnung undSittlichkeit hatte, die man an Tibetanern und Mon-golen rühmet. Auch daß diese Religion des Schakaeine Art Gelehrsamkeit und Schriftsprache unter diesBergvolk und weiter hin selbst unter die Mon-golen gebracht hat, ist ein Verdienst für die Mensch-heit ; vielleicht das vorbereitende HülfsmitlcI einerEultur, die auch diesen Gegenden reiset.
Wunderbarlangsam ist der Weg der Vorse-hung unter den Nationen, und dennoch ist er lau-lre Nacurordnung. Gymnosophisten und Talapoi-nen, d. i. einsame Beschauer, gab es von den äl-testen Zeiten her im Morgcnlande; ihr Klima undihre Natur lud sie zu dieser Lebensart ein. DieRuhe suchend, flohen sie das Geräusch der Men-schen, und lebten mit dem Wenigen vergnügt, wasihnen die reiche Natur gewährte. Der Morgenlän-der ist ernst und mäßig, so wie in Speise und Trank,so auch in Worten: gern überlaßt er sich dem Flugeder Einbildungskraft, und wohin konnte ihn diese,als auf Beschauung der allgemeinen Natur, mithinauf Weltcntstchung, auf den Untergang und die Er-neuung der Dinge führen? Die Kvsmogonie so-