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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

botanischen Bergen. Glücklicherweise ober Hot diehorte Mönchs-Religion den Geist der Nation sowenig ols ibr Bedürfniß und Klimo ändern mögen.Der hohe Bcrgbewolmer kauft seine Büßungen obund ist gesund und munter: er ziehet und schlachtetThiere, ob er gleich die Seclenwonderung glaubt,und crlustigt sich fünfzehn Tage mit der Hochzeit,obgleich seine Priester der Vollkommenheit cbclos le-ben. So hat sich allenthalben der Wohn der Men-schen mit dem Bedürfniß obgefundcii; er düng solange, bis ein leidlicher Vergleich ward. Sollte jedeThorheit, die im angenommenen Glauben der Na-tionen herrscht, auch durchgängig geübt werden; welchein Unglück! Nun aber werden die meisten ge-glaubt und nicht befolgt, und dies Mittelding kod-ier Uebcrzcugung heißt eben auf der Erde Glauben.Denke man nicht, daß der Kalmuke nach dun Mu-ster der Vollkommenheit in Tibet lebt, wenn er einkleines Götzenbild oder den heiligen Koth des Lamaverehret.

Aber nicht nur unschädlich; auch nutzlos sogarist dieses widerliche Regiment der Lama's nicht ge-wesen. Ein grobes heidnisches Volk, das sich selbstfür die Abkunft eines Affen hielt, ist dadurch un-streitig zu einem gesitteten, ja, in manchen Stückenfeinen Volk erhoben, wozu die Nachbarschaft derSinesen nicht wenig beytrug. Eine Religion, die inIndien entsprang, liebt Reinlichkeit; die Tibetanerdürfen also nicht, wie Tatarische Stcppcnvölker,leben. Selbst die überhol» Keuschheit, die ihre La-ma's preisen, bat der Nation ein Lugendziel auf-gestcckt, zu welchem jede Eingezogenheit, Nüchtern-heit und Mäßigung, die man an bevden Geschlech-