der Geschichte der Menschheit. 19
bewiesen werde». Sie ist auch nichts als Natur derSache, d. i. die Darstellung eines Volks, das sich ineiner solchen Organisation und Wcltgcgcnd, nach solchenGrundsätzen, mit solchen Hülfsmitteln, unter solchenUmstanden, im grauen Alterthume bildete, und, widerden gewöhnlichen Lauf des Schicksals, unter andernVölkern seine Denkart so lange bewahrte. Wenn dasalte Aegypten noch vor uns wäre: so würden wir,ohne von einer gegenseitigen Ableitung träumen zudürfen, in vielen Stücken eine Achnlichkeit sehen,die nach gegebenen Tradirionen nur die Weltgegendanders modificirte. So wäre es mit mehreren Völ-kern , die einst auf einer ähnlichen Stufe der Eul-tur standen; nur diese sind fortgerückt oder untergc-gangen und mit andern vermischt worden; das alteSina am Rande der Welt ist, wie eine Trümmerder Vorzeit, in seiner halbmongolischen Einrichtungstehen geblieben. Schwerlich ists zu beweisen, daßdie Grundzüge seiner Eultur von Griechen ausBactra oder von Tatern aus Balkh hinüber ge-bracht waren; das Gewebe seiner Verfassung ist ge-wiß einheimisch, und die wenige Einwirkung frem-der Völker auf dasselbe leicht zu erkennen und abzu-sondern. Ich ehre die Kings ihrer vortrefflichenGrundsätze wegen, wie ein Sincser, und der Näh-me Eonfucius ist mir ein großer Nähme, ob ichdie Fesseln gleich nicht verkenne, die auch er trug,und die er mit bestem Willen dem abergläubigenPöbel und der gesummten Sinesischen Staatseinrich-tung durch seine politische Moral auf ewige Zeitenaufdrang. Durch sie ist dies Volk, wie so man-che andere Nation des Erdkreises, mitten in seinerErziehung, gleichsam im Knabenalter stehen geblie-B 3