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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

bcn, weil dies mechanische Triebwerk der Sitten-lehre den freyen Fortgang des Geistes auf immerhemmte, und sich im decpotischen Reich kein zwei-ter Eonfucius fand. Einst, wen» sich entweder derungeheure Staat »heilet, oder wenn aufgeklärtereKien-longs den väterlichen Entschluß fassen werden,was sie nicht ernähren können, lieber als. Eolonicnzu versenden, das Joch der Gebrauche zu erleichtern,und dagegen eine fccyere Selbstihätigkeit des Geistesund Herzens, freylich nicht ohne mannigfaltige Ge-fahr , einzuführcn; alsdann, aber auch alsdann wer-den Sinesen immer nur Sinefen bleiben, wie Deut-sche Deutsche sind, und am östlichen Ende Asienskeine alten Griechen geboren werden. Es ist dieoffenbare Absicht der Natur, daß Alles auf der Er-de gedeihe, was auf ihr gedeihen kann, und daßeben diese Verschiedenheit der Erzeugungen denSchöpfer preise. Das Werk der Gesetzgebung undMoral, das als einen Kindcrverfuch der menschlicheVerstand in Sina gcbauet hat, findet sich in solcherFestigkeit nirgends sonst auf der Erde; cs bleibean seinem Ort, ohne daß je in Europa ein abge-schlossenes Sina voll kindlicher Pietät gegen seineDespoten werde. Immer bleibt dieser Nation derRuhm ihres Fleißes, ihres sinnlichen Scharfsinns,ihrer feinen Künstlichkeit in taufend nützlichen Dimgen. Das Porzellan und die Seide, Pulver undBley, vielleicht auch den Compaß, die Buchdrucker-kunst, den Brückenbau und die Schiffskunst, nebstvielen andern feinen Hantirungen und Künstelt kann-ten sie, ehe Europa solche kannte; nur daß es ih-nen fast in allen Künsten am geistigen Fortgangeund am Triebe zur Verbesserung fehlet. Daß übri-

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