iö Ideen zur Philosophie
ien. Welch ein unseliger Fleiß gehör! zum Pinselnund Druck ihrer Schriften! eben dieser Fleiß oberist ihre Lust und Kunst, du sie sich an schönenSchriftzügen mehr, als an der zaudervollsten Mah-lern) ergötzen, und das einförmige Geklingel ihrerSitteusprüche und Komplimente, als eine Summeder Artigkeit und Weisheit, lieben. Nur ein so gro-ßes Reich und die Arbeitseligkeic des Sinelen ge-hört dazu, um z. B> von der einzigen Stadt Kai -fon - fu vierzig Bücher i.i acht großen Bänden zumahlen*), und diese mühsame Genauigkeit auf je-den Befekl und Lobspruch des Kaisers z» verbreiten.Sein Denkmahl über die Auswandrung der Tor-gutS ist ein ungeheures Buch auf Steinen **), undso ist die ganze gelehrte Denkart der Sinesen inkünstliche und Slaas - Hieroglyphen vermahlet. Un-glaublich muß der Unterschied seyn, mit dem dieseSchriftart allein schon auf die Seele wirkt, diein ihr denket. Sie entnervt die Gedanken zu Bil-derzügen und macht die ganze Denkart der Nationzu gcmahlten oder in die Luft geschriebenen willkühr-lichen Charakteren.
Mit Nichten ist diese Entwicklung der Sinesi-schen Eigenheit eine feindselige Verachtung derselben:denn sie ist Zug' für Zug aus den Berichten ihrerwärmsten Vertheidigec geschöpft, und könnte mithundert Proben aus jeder Elaste ihrer Einrichtungen
*) klvrnolr. concernani Iss LUinois 1*. II.575 .
") 1b. P. 1 x. 3-g.