her Geschichte der Menschheit.
lcn-Volk, unvcrmilcht mit andern Nationen, wer-den oder nicht werden konnte: denn daß die Si-
msen in ihrer Erd-Ecke sich, wie die Juden, vonder Vermischung mit andern Völkern frey erhal-ten haben, zeiget schon ihr eitler Stolz, wenn essonst nichts zeigte. Einzelne Kenntnisse mögen sieerlangt haben, woher sie wollten; das ganze Ge-bäude ihrer Sprache und Verfassung, ihrer Einrich-tung und Denkart ist ihnen eigen. Wie sie dasEinimpsen der Bäume nicht lieben, so stehen auchsie, Trotz mancher Bekanntschaft mit andern Völ-kern , noch jetzt uneingcimpft da, ein MongolischerStamm, in einer Erd-Ecke der Welt, zur Sinesi-schen Sclaven-Eultur vermiet.
Alle Kunstbildung der Menschen geschieht durchErziehung; die Art der Sinesischen Erziehung trug,nebst ihrem National-Charakter, mit dazu bey, war^um sie das was sie sind und nicht mehr wurden.Da, nach Mongolischer Nomaden-Art, kindlicherGehorsam zum Grunde aller Tugenden, nicht nurin der Familie, sondern jetzt auch im Staat ge-macht lverden sollte: so mußte frcylich daher mit
der Zeit jene scheinbare Sittsamkeit, jenes höflicheZuvorkommcn erwachsen, das man als einen Eha-rakter-Zug der Simsen auch mit feindlicher Zungerühmet; allein was gab dieser gute Nomaden-Grundsatz in einem großen Staat für Folgen?Als in ihm der kindliche Gehorsam keine Gränzcnfand, indem man dem crwachsmn Mann, derselbst Kinder und männliche Geschäfte hat, diesel-be Pflicht auflegte, die nur dem unerzognen Kin-de gebührte; ja, als man diese Pflicht auch gegenjede Obrigkeit festsetzte, die doch nur im bildlichen