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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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3oo Ideen zur Philosophie

besaß; auch der Ton der Erzählung ist so ganz inder Denkart dieses Stammes, daß es sie mißbrau-chen hieße, wenn man sie aus den Schranken rück--tc, in denen sie eben ihre Glaubwürdigkeit findet.Wie sich eine Familie dieses Volks mit einem rei-chen Haushalt rettete: so konnten sich unter andern

Völkern auch andre Familien gerettet haben, wiedie Traditionen derselben beweisen. So rettete sichjn Ehaldaa Lisuthrus mit seinem Geschlecht undeiner Anzahl von Thieren (ohne welche damals dieMenschen nicht lebten) fast auf die nämliche Weiseund in Indien war Wischnu selbst das Steuerru-der des Schiffs, das die Bekümmerten ans Landbrachte. Dergleichen Sagen giebts bey allen altenVölkern dieses Welttheils, bey jedem nach seinerTradition und Gegend und so überzeugend sie sind,daß die Ucbcrschwemmung, von der sie reden, inAsien allgemein gewesen: so helfen sie uns zugleich

auf einmal aus der Enge, in die wir uns unnölhigzwangen, wenn wir jeden Umstand einer Familien-geschichte ausschließend für die Geschichte der Weltnahmen, und damit dieser Geschichte selbst ihre ge-gründete Glaubwürdigkeit entzogen.

Nicht anders ists mit der Geschlechtstafel die-ser Stämme nach der Ueberschwcmmung: sie hält

sich in den Schranken ihrer Völkerkunde und ihresErdstrichs, über den sie nach Indien, Sina, dieöstliche Tatarei u, f. nicht hinausschwcifet. Diedrei Hauptstämme der Geretteten sind offenbar dieVölker jcnseil und diefseit des westlichen asiatischenGebirges; mit einbegriffen die obcrn Küsten von

Afrika