der Geschichte der Menschheit. 3or
Afrika und die östlichen von Europa, so weit siedem Sammler der Tradition bekannt waren *). Erleitet sie ab, so gut er kann und sucht sie mit sei-ner Geschlechtstafel zu binden; nicht aber giebt eruns damit eine allgemeine Landcharte der Welt odereine Genealogie aller Völker. Die vielfache Mühe,die man sich gegeben hat, sämmtliche Nationen derErde nach diesem Stammbaum zu Abkömmlingender Ebraer und -zu Halbbrüdern der Juden zu ma-chen, widerspricht nicht nur der Zeitrechnung undder gesummten Völkergeschichte, sondern dem Stand-punkt dieser Erzählung selbst, die sie durch derglei-chen Uebertreibungen fast ganz um ihren Glaubengebracht hat. Allenthalben am Urgebirge der Weltbilden sich nach der Ueberschwcmmung Völker, Spra-chen und Reiche, ohne auf die Gesandschaft einerFamilie aus Ehaldaa zu warten, und im östlichen
*) Ja pH et ist seinem Namen und seinem Segennach ein W e i t v e rb rei t e t e r, dergleichendie Völker Nordwärts dem Gebirge, ihrer Le-bensweise und zum Lheil selbst ihren Namennach, waren. S e m faßt Gramme in sich , beidenen der Name d. i. die alte Tradition der Re-ligion, Schrift und Cultur vorzüglich blieb, diesich daher auch gegen andre, insonderheit dieChamiten den Vorzug cultivirrer Völker an-maßten. Cham hat von der Hitze den Namenund gehört in den hitzigen Erdstrich. Mit dendrei Söhnen Noah lesen wir also nichts als diedrei Welttheile, Europa, Wen, Afrika, sofernsie im Gesichtskreis dieser Tradition lagen.
Philos. und Gesch. IV, Th, u I-teen. II.