der Geschichte der Menschheit. 29g
zweier Lebensarten, der Hirten und Ackerleute oderHöhlenbewohner hinunter. Die Geschichte der Se-thiten und Kainiten ist im Grunde nichts als eineBeurkundung der zwo ältesten Lebensweisen, diedie Arabische Sprache Beduinen und Kabylen nennt *)und die sich noch jetzt in Orient mit widriger Nei-gung von einander scheiden. Die Geschlechtssage ei-nes Hirtenvolks dieser Gegend wollte nichts andersals diese Casten bemerken.
Ein gleiches ists mit der sogenannten Sünd-fluth, Denn so gewiß auch nach der Naturgeschichtedie bewohnte Erde gewaltsam überschwemmet wor-den, von welcher Ueberschwemmung insonderheit Asi-en unlaugbare Spuren tragt: so ist doch, was
uns durch diese Sage zukommt, nicht mehr undminder als eine Nationalerzahlung. Mit großerBorsicht rückt der Sammler mehrere Traditionen zu-sammen **), und liefert sogar die Tageschronik,die sein Stamm von dieser fürchterlichen Revolution
*) Kain heißt bei den Arabern Kabil: die Sa-ften der Kabylen heißen Kabeil: die Beduinensind auch ihrem Namen nach verirrte Hirten,Bewohner der Wüste, Glcichergestalt istsmit den Namen Kain, Hanoch, Rod, Ja-va l - I u b a l-L h u b a l - K ai n ; für die Sa-fte und Lebensart bedeutende Namen.
") r Mos. 6 — 8 . S. Eichhorns Einleitungins alte Testament, Th, a. S. 370.