Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
Seite
296
Einzelbild herunterladen
 

Ideen zur Philosophie

296

sich erstreckenden, uralten Fecnlandes, der Simurghund Soham, die Lahcn, Dcwetas, Dschins, Divsund Peris, eine in tausend Erzählungen vom Dschin-nistan, stlighiel, Mcru, Albordj u. f. weit verbrei-tete Mythologie dieses Welttheils, alle diese Aben-theuer verschwinden in der ältesten Tradition derSchriftsprache und nur der Cherub hält Wache anden Pforten des Paradieses.

Dagegen erzählt diese lehrende Geschichte, daßdie erstgeschaffenen Menschen mit den unterweisen-den Elohim im Umgänge gewesen, daß sie unterAnleitung derselben durch Kenntniß der Thiere sichSprache und herrschende Vernunft erworben, daßda der Mensch ihnen auch auf eine verbotene Artin Erkcnntniß des Bösen gleich werden wollen, erdiese mit seinem Schaden erlangt und von nun an«inen andern Ort eingenommen, eine neue künstli-chere Lebensart angcfangen habe; lauter Züge derTradition, die hinter dem Schleier einer Fabeler-zäblunq mehr menschliche Wahrheit verbergen, alsgroße Lehrgebäude vom Naturzustände der Avthoch-thonen. Sind, wie wir gesehen haben, die Vor-züge des Menschengeschlechts ihm nur als Fähigkeitanzcbohren, eigentlich aber durch Erziehung, Spra-che, Tradition und Kunst erworben und hcrabgeerbtworden: so gehen die Fäden dieser ihm angcbildc-ken Humanität aus allen Nationen und Weitendennicht nur in Einen Ursprung zusammen; sondernwenn das Menschengeschlecht, was es ist, werdensollte, mußten sie sich gleich vom Anfänge an künst-lich knüpfen. So wenig ein Kind Jahre lang hin-