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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 296

ge der andern sondert der Philosoph ab und auchjene kleidet er in eine Bedeutungsvolle Erzählung.Ein einziger verbotener Baum ist im Paradiese unddieser Baum tragt in der Ueberrcdunq der Schlangedie Frucht der Götterweisheit, nach der dem Men-schen gelüstet. Konnte er nach etwas Höherem ge-lüsten? konnte er auch in seinem Fall mehr geadeltwerden? Man vergleiche, auch nur als Allegoriebetrachtet, die Erzählung mit den Sagen andrerNationen; sie ist die feinste und schönste, ein sym-bolisches Bild von dem, was unserm Geschlecht vonjeher alles Wohl und Weh brachte. Unser zweideu-tiges Streben nach Erkenntnissen, die uns nicht zie-men , der lüsterne Gebrauch und Mißbrauch unsrerFreiheit, die unruhige Erweiterung und Uebertrerungder Schranken, die einem so schwachen Geschöpf,das sich selbst zu bestimmen erst lernen sott, durchmoralische Gebote nothwendig gesetzt werden mußten;dies ist das feurige Rad, unter dem wir ächzenund das jetzt doch beinah den Eirkel unsres Lebensausmacht. Der alte Philosoph der Menschengcschich»te wußte dies wie wirs wissen und zeigt uns denKnoten davon in einer Kindergeschichte, die fast alleEnden der Menschheit zufammenknüpfet. Auch derIndier erzählt von Riesen, die nach der Speise derUnsterblichkeit gruben: auch der Tibetaner spricht

von seinen durch eine Miffethat herabgesunkencn Lei-hen ; nichts aber, dünkt mich, reicht an die reineTiefe, an die kindliche Einfalt dieser Sage, die nurso viel Wunderbares behalt, als zur Bezeichnungihrer Zeit und Gegend gehöret. Alle Drachen undWundergestalten des über die Asiatischen Gebirge