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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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Ideen zur Philosophie

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mit seinen die Welt befruchtenden Strömen in ih-nen ollen cm. Sineser und Tibetaner, Indier undPerser reden von diesem Urberge der Schöpfung,um den die Länder, Meere und Inseln gelagertsind und von dessen Himmelhohe der Erde ihreStröme geschenkt wurden. Ohne Physik ist dieseSage keineswegs: denn ohne Berge konnte unsre

Erde kein lebendiges Wasser haben und daß alleStröme Asiens von dieser Erdhöhe fließen, zeigt dieEhacte. Auch gehet die Sage, die wir erklären,alles Fabelhafte der paradisischen Ströme vorbei und»rennet vier der Weltbekanntesten, die von den Gc-bürgen Asiens fließen. Freilich fließen sie nicht ausEinem Strom; dem spaten Sammler dieser Tra-ditionen indeß mußten sic gnug seyn, den Ursch der.Menschen in einer ihm fernen Ostwelt zu bezeichnen.

Und da ist wohl kein Zweifel, daß dieser Urschihm eine Gegend zwischen den Indischen Bergenseyn sollte. Das Gold - und Edelstein-reiche Land,das er nennet, ist schwerlich ein anderes, als In-dien, das von Alters her dieser Schatze wegen be,kannt war. Der Fluß, der cs umströmt, ist dersich krümmende, heilige Ganges *); das ganze

*) Das Wort Pison heißt ein fruchtbar-überschwem-mender Strom und scheint der übersetzte Namevon Ganges, daher ihn auch schon eine alteGriechische Uebersctzung durch Ganges erklärt undder Araber durch Nil, das umstromte Land aberdurch Indien übersetzt hat, welches man sonstnicht zu reimen wußte.