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Ideen zur Philosophie
Volkstradition werden mußte, wild durch cineinder,ein fabelhaftes Chaos wie beim Anfänge der Wclt-schöpfung. Dieser Naturwcise Kat das Chaos über-wunden und stellt uns ein Gebäude dar, das in sei-ner Einfalt und Verbindung der OrdnungreichenNatur selbst nachabmet. Wie kam er zu dieser Ord-nung und Einfalt? Wir dürfen ihn nur mit denFabeln andrer Volker vergleichen, so sehen wir denGrund seiner reinem Philosophie der Erd - undMenschengeschichte.
Erstens. Alles für Menschen unbegreifliche,außer ihrem Gesichtskreis liegende ließ er weg undhielt sich an Das, was wir mit Augen sehen undMit unscrm Gcdachmiß umfassen können. WelcheFrage z. B. hat mehr Streit erreget, als die über dasAlter der Welt, über die Zeitdauer unsrer Erde unddes Menschengeschlechtes? Man hat die AsiatischenVölker mit ihren unendlichen Zeitrechnungen für un-endlich klug, die Tradition, von der wir reden, fürunendlich kindisch gehalten, weil sic, wie man sagt, ^gegen alle Vernunft, ja gegen das offenbare Zcugnißdes Erdbaues, mit der Schöpfung wie mit einer Klei-nigkeit dahincilct und das Menschengeschlecht so jungMacht. Mich dünkt, man thue ihr hierin offenbarUnrecht. Wenn Moses wenigstens der Sammler die-ser alten Traditionen war: so konnten ihm, dem gelehr-ten Acqyptier, jene Götter- und Halbgötter-Aeoneltnicht unbekannt seyn, mit denen dieses Volk, wiealle Nationen Asiens die Geschichte der Welt anfien-gen. Warum webte er sie also seinen NachrichtenNicht ein? warum rückte er ihnen gleichsam zuw Trotzund zur Verachtung, die Wcltentstchung in das Sym-bol des kleinsten Zcitlaufs zusammen? Offenbar, weil