Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

272

Ideen zur Philosophie

Griechen mit ^»geschlossen, erzählte die Traditionvom ChaoS oder vom bebrüteten Ci auf sein« Weise;warum konnten sich nicht also auch in einem phöni»ersehen Tempel geschriebene Traditionen dieser Artfinden ? Dasi die ersten Samen der Geschöpfe ineinem Schlamm gelegen und die ersten mit Verstandbegabten Wesen eine Art Wundcrgestalten, Spiegeldes Himmels (Zophasemim) gewesen, die nachherdurch den Knall des Donners erweckt, aufwachtcnund die mancherlei Geschöpfe aus ihrer Wunderge-stalt hervorbrachtcn, ist ebenfalls eine weit-herrschen-de, hier nur verkürzte Sage, die mit andern Aus-bildungen über die Modischen und Tibetanischen Ge-birge bis nach Indien und Sina hinauf, und bisnach Phrvgien und Thracien hinabreichet: denn nochin der Hesiodiichen und Orphischen Mythologie fin-den sich von ihr Reste. Wenn man nun aber vomWind« Kolpias d. i. der Stimme des Hauches Got-tes und seinem Weibe der Na ehr, von ihren Söh-nen, dem Erstgeb ohrn en und dem Aeon, vonihren Enkeln, Geschlecht und Gattung, Vonihren Urenkeln Licht, Feuer und Flamme,von ihren Ur-Urenkeln, den Bergen Cassius,Libanus, Antilibanus u. fi lange Genealo-gieen liefet und diesen allegorischen Namen die Er-findungen deS Menschengeschlechts zuqeschricben fin-det: so gehört ein geduldiges Vorurtheil dazu, in

dieser mißverstandncn Verwirrung alter Sagen, dieder Zusammcnsetzer wahrscheinlich als Name» vorsich fand und aus denen er Personen machte, einePhilosophie der Welt und eine älteste Menschcngc-schichte zu finden.

Tiefer