der Geschichte der Menschheit. 2^3.
Tiefer hinab ins schwarze Aegypten wollen wiruns um Traditionen der Urwelt nicht bemühen. Inden Namen ihrer ältesten Gott r sind unlaugbareReste einer schwesterlichen Tradition mit den Phö-niciern: denn die alte Nacht, der Geist, derWeltschöpfer, der Schlamm, worin die Saamcn derDinge lagen, kommen hier wieder. Da aber alleswas wir von der ältesten Mythologie Aegyptenswissen, spät, ungewiß und dunkel, übcrdem jedemythologische Vorstcllungsart dieses Landes ganzklimatisirt ist: so gehöret es nickt zu unserm Zweck,unter diesen Götzengcstalten oder weiterhin in denNegermährchen nach Sagen der Urwelt zu graben,die zu einer Philosophie der ältesten Menschenge-schichte den Grund gäben.
Auch historisch al'o bleibt uns auf der weitenErde nichts als die schriftliche Traditionübrig, die wir die Mosaische zu nennen pflegen..Ohn' alles Vorurrheil, also auch ohne die mindesteMcynung darüber, welches Ursprunges sie sei? wis-sen wir, daß sie über 3ooc> Jahr alt und überhauptdas älteste Buch sei, da« unser junges Menschenge-schlecht ausweiset. Ihr Anblick soll es uns sagen,was diese kurzen, einfältigen Blätter fern wollenund können, indem wir sie nicht als Geschichte son-dern als Tradition oder als eine alte Phi loso-phie der Mens che ngeschichtc ansehn, dieich deswegen auch sogleich von ihrem morgenländi-schcn poetischen Schmuck entkleide.
Philos. und Gesch. IV. LH. S
Iltcen, IU