der Geschichte der Menschheit. 271
ser des Lebens. Uebriqens ist das Licht, das die Fin-sternis scheidet, sie zertrennet und überwindet, daSdie Erde fruchtbar macht und alle Geschöpfe beseligt,offenbar der erste physische Grund des ganzen Licht-svstems der Parsen, welche Eine Idee sie auf got-tesdienstliche, moralische und politische Weise tau-sendfach anwandten.
Je tiefer wir westlich den Berg Asiens hinun-ter wandern: desto kürzer werden die Zeitalter undSagen der Urwelt. Man sichet ihnen allen schoneine spätere Abkunft, die Anwendung fremder Tradi-tionen aus höheren Erdstrichen auf niedrigere Landeran. In Localbestimmungen werden sie immer un-passender, dafür aber gewinnen sie im System selbstan gründe und Klarheit, weil sich nur hie und danoch ein Bruchstück der alten Fabel und auch diesüberall in einem neuern Nationalgewande zeiget.Ich wundre mich daher, wie man auf der einenSeite den Sanchoniathon ganz zu einem Betrügerund auf der andern zum ersten Propheten der Ur-welt bade machen können, da ihm zu dieser schondie phnsische Lage seines Landes den Zugang versag-te. Daß der Anfang dieses Alls eine finstre Luft, eindunkles trübes Ehaos gewesen, dass dieses Grenzen»und Gestaltlos von unendlichen Zeiten der im wü-sten Raum geschwebr, bis der webende Geist mitseinen eignen Principien in Liebe verfiel und ausihrer Vermischung ein Anfang der Schöpfung wur-de — diese Mythologie ist eine so alte und den ver-schiedensten Völkern gemeine Vorstellungsart gewesen,daß dem Phönicier hiebei wenig zu erdichten übrigblieb. Beinahe jedes Volk Asiens, die Aegypter und