der Geschichte der Menschheit. 26 t
de und zahme Esel, der Argali und das Schaaf, derwilde Bock und die Angora-Ziege sind der Stolz ih-res Geschlechts: der klügste Elephant ist in Asienvon frühen Zeiten an aufs künstlichste gebrauchetund das Kameel war diesem Welktbeil unentbehrlich.In der Schönheit einiger dieser Thierc tritt Afrikazunächst an Asiens Seite; im Gebrauch derselbenaber stchets ibm noch jetzt weit nach. Alle seine ge-zähmten Thiere hat Europa Asien zu danken; wasunserm Welttbeil eigen ist, sind i5. bis r 6 . Artengrößtcntheils Mäuse und Fledermäuse *).
Mit der Eultur der Erde und ihrer Gewächsewars nicht anders; da ein großer Thei! von Europanoch in sehr späten Zeiten ein Wald war und seineEinwohner, wenn sie von Vegetabilien leben sollten,wohl nicht anders als mit Wurzeln und wildenKräutern, mit Eicheln und Holzäpfeln nähren konn-te. In manchen Erdstrichen Asiens, von denen wirreden, wächst das Getreide wild; und der Ackerbauist in ihm von undenklichem Alter. Die schönstenFrüchte der Erde, den Weinstock und die Dlive, Ei-tconen und Feigen, Pomeranzen und alles unser Dbst,Kastanien, Mandeln, Nüfie u. f. hat Asien zuerstnach Griechenland und Afrika, sodann fernerhin ver-pflanzet; einige andere Gewächse hat uns Amerikagegeben und bei den meisten wissen wir sogar denOrt der Herkunft, so wie die Zeit der Wanderungund Verpflanzung. Also auch diese Geschenke derNatur waren dem Menschengeschlecht nicht anders
*) S. Aimmermanns geographische Geschichte derMenschen LH. 3. S. r83.