260 Ideen zur Philosophie
nige der Asiatischen Schriftarten sind offenbar so all,daß man bemerkt, wie sich die Sprache selbst mitund zu ihnen gebildet habe; und die einfach-schöneSchrift auf den Ruinen von Perfcpolis verstehenwir noch gar nicht.
Treten wir von dem Werkzeuge der Cultur zurCultur selbst; wo wäre dieselbe früher entstanden,ja wo hätte sie früher entstehen können, als in Asten? ,von da sie sich auf bekannten Wegen weiter umher-gebreitet. Die Herrschaft über die Lhierc war dazueiner der ersten Scbritte und sie steigt in diesemWelttheil über alle Revolutionen der Geschichte hin-auf. Nicht nur, daß wie wir geseben haben, diesUrgebirge der Welt die meisten und zäbmbarstcnThiece hatte; die Gesellschaft der Menschen hat die-selben auch so frühe gczähmet, daß unsre nutzbarstenThicrgeschlechter, Schaaf, Hund und Ziege gleichsamnur aus dieser Bezähmung entstanden und eigentlichalso neue Thiergattungcn der Asiatischen Kunst sind.Will man sich in den Mittelpunkt der Vertheilunggezähmter Thicrc stellen, so trete man auf die Hohevon Asien; je entfernter von ihm , (im Großen derNatur gerechnet), desto minder gezähmte Thiere. InAsien bis auf seine Süd-Inseln ist alles voll der-selben ; in Neuguinea und Neuseeland fand sich nurder Hund und das Schwein, in Ncukalcdonicn derHund allein und in dem ganzen weilen Amerika wa-ren das Guaniko und Lacma die einzigen gezähmtenThiere. Auch sind die besten Gattungen derselbenin Asien und Afrika von der schönsten, edelsten Act.Der Dschiggctai und das Arabische Pferd, der wil-