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Ideen zur Philosophie
änderunq des Stammworts einen neuen Begriff zusagen, Mannigfaltigkeit und Armurh verbinden: sosehet den Umfang Südasiens von Indien bis nachSyrien, Arabien und Leckiopien bin. Die Benga-lische Sprache hat 70,0. Wurzeln, gleichsam die Ele-mente der Vernunft, aus denen sic Zeitwörter, Nenn-wörter und alle andre Redetheile bildet. Die Ebrai-sche und die ihr verwandten Sprachen, so ganz an-drer Art sie sind, erregen Erstaunen, wenn man ih-ren Bau selbst noch in den ältesten Schriften betrach-tet. Alle ihre Worte gehen an Wurzeln von dreiBuchstaben zusammen, die Anfangs vielleicht aucheinsylbig waren, nachher aber, wahrscheinlich durchdas ihnen eigne Buchstabenalphabet frühzeitig in die-se Form gebracht wurden und in ihr vermittelst sehreinfacher Zusatze und Biegungen die ganze Sprachebauten. Ein unermeßlicher Reichthum von Begrif-fen geht z. B. in der fortgebildelcn Arabischen Spra-che an wenige Wurzeln zusammen, so daß das Flick-wcrk der meisten Europäischen Sprachen mit ihrenunnützen Hülfswortcn und langweiligen Flexionensich nie mehr vcrräth, als wenn man sie mit denSprachen Asiens vergleichet. Daher fallen diese auch,je alter sie sind, dem Europäer zu lernen schwer:denn er muß den nutzlosen Reichthum seiner Zungeaufgeben und kommt in ihnen wie zu einer fein-durchdachten, leise-geregelten Hi.croglyphik der unsicht-baren Gedankensprache.
Das gewisseste Zeichen der Eultur einer Spra-che ist ihre Schrift; je alter, künstlicher, durchdach-ter diese war desto mebr ward auch die Sprache ge-bildet. Nun kann, wenn man nicht etwa die Scy-