der Geschichte der Menschheit. 287
Die Abkunft der Afrikaner und Amerikaner istuns freilich dunkler; so weit wir aber den obcrnRand des erstgenannten Welttbeils kennen und dieältesten Traditionen über ibn zusammenbalten, ist erAsiatisch. Weiter hinab wüsten wir uns begnügen,i» der Negecqesialt und Farbe wenigstens nichts wi-dersprechendes gegen diese Abkunft, vielmehr ein fort-gebendes Gemälde klimatischer Nationalbildungen zufinden, wie das sechste Buch dieser Schrift zu zeigenversucht bat. Ein gleiches ists mit dem spater - bevöl-kerten Amerika, dessen Bepflanzung aus dem östli»chcn Asien schon der einförmige Anblick der Völkerwahrscheinlich machte.
Mehr als die Bildungen aber sagen uns dieSprachen der Volker; und wo auf der ganzen Erdegiebt cs die altest-euliivirten Sprache» ? In Asien.Wollt ihr das Wunderding sehen, daß Völker tausen-de von Meilen hin in die Länge und Beeile lautereinsylbige Sprachen reden: sehet nach Asien. DieStrecke jenseir des Ganges, Tibet und Sinn, Pequ,Ava, Arrakan und Brema, Tonguin, Laos, Koschin-Sina, Kambodscha und Siam sprechen lauter unbieg-sam-einsylbige Worte Wahrscheinlich hat die früheRegel ihrer Sprach-Eultur und Schrift sie dabei er-halten : denn in dieser Ecke Asiens sind die ältestenEinrichtungen beinah in allem unverändert geblieben.Wollet ihr Sprachen, deren großer fast überflicßenderReichthum auf sehr wenige Wurzeln zusammengeht, sodaß sie mit einer sonderbaren Regelmäßigkeit unddem fast kindischen Kunstwerk, durch eine kleine Ver-
Philos. und Gesch. IV. LH. R
AAcn. II,