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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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Ideen zur Philosophie

ist et Noch auf der Erde. -Null sogt uns ober keineGeschichte, keine Erfahrung, daß irgendwo mensch-liche Orang - OutangS leben; und die Mahrchen,die der spuke Diodor oder der noch spätere Pliniusvon den Unempfindlichen und andern unmenschlichenMenschen erzählen, zeigen sich entweder selbst inihrem fabelbaften Grunde oder verdienen wenigstensauf das Zeugnifi dieser Schriftsteller noch keinenGlauben. So sind auch gewiß die Sagen übertrie-ben , die die Dichter, um das Verdienst ihrer Or-pheus und Kadmus zu erheben, von den rohen Völ-kern der Vorwclt geben: denn schon die Zeit, in

der diese Dichter lebten und det Zweck ihrer Be-schreibung schließt sie Von der Zahl historischer Zeu-gen aus. Wilder als der Neuwe- oder der Feucr-landec, ist auch nach der Analogie des Klima zurechnen, kein Europäisches, geschweige ein Griechi-sches Volk gewesen; und jene inhumanen Nationenhaben Humanität, Vernunft und Sprache. KeinMenschenfresser frißt seine Brüder und Kinder; derUnmenschliche Gebrauch ist ihnen ein grausamesKriegsrecht zur Erhaltung der Tapferkeit und zumwechselseitigen Schrecken der Feinde. Er ist also

Nichts mehr und minder als das Werk einer grobenpolitischen Vernunft, die bei jenen Nationen dieHumanität in Absicht dieser wenigen Opfer des Va-terlandes so bezwang, wie wir Europäer sie in Ab-sicht anderer Dinge noch jetzt bezwungen haben.Gegen Fremde schämcten sie sich ihrer grausamenHandlung, wie wir Europäer uns doch der Men-sschen sch lachten nicht schämen; ja gegen jeden Kriegs-gcfangnen, den dies traurige Loos nicht trifft, be-weisen sie sich brüderlich und edel. Alle diese Züge