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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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235
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der Geschichte der Menschheit, sSS

Malier'aller Weltthcile sich zugeeignet. Auch dieArznei - und Wahcsagerkunst, die Wissenschaft desVerborgnen und Auslegung der Traume, die Kunstder Charaktere, die Aussöhnung mit den Göttern,die Befriedigung der Verstorbnen, Nachrichten vonihnen kur; das ganze dunkle Reich der Fragenund Aufschlüße, über die der Mensch so gern beru-higt fern möchte, ist in den Händen ihrer Priester,so daß bei vielen Völkerschaften der gemeinschaftlicheGottesdienst und seine Feste beinah das Einzige ist,das die unabhängigen Familien zum Schatten einesGanzen verbindet. Die Geschichte der Eulcur wirdzeigen, daß dieses bei den gebildetsten Völkern nichtanders gewesen. Aegypter und alle Morgenlanderbis zum Rande d?r östlichen Welt hinauf, in Eu-ropa alle gebildete Nationen des Alterthums,Etrusker, Griechen und Römer empfingen die Wis-senschaften aus dem Schoos und unter dem Schleierreligiöser Traditionen: so ward ihnen Poesie und

Kunst, Musik und Schrift, Geschichte und Arznei-kunst, Naturiehre und Metaphysik, Astronomie undZeitrechnung, selbst die Sitten- und Staatslehregegeben. Die ältesten Weisen thate» nichts, alsdas, was ihnen als Same gegeben war, sondernund zu eignen Gewachsen erziehen; welche Ent-wicklung sodann mit den Jahrhunderten fortging.Auch wir Nordländer haben unsre Wissenschaften inkeinem, als dem Gewände der Religion erhaltenund so kann man kühn mit der Geschichte allerVölker sagen:der religiösen Tradition in Schriftund Sprache ist die Erde ihre Samenkörner allerHähern Cultur schuldig."

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