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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 233

Es konnte cilso auch nicht schien, daß diePriester, die ursprünglich Weise derNation wäre», nicht immer ihre Wei-se n blieben. Sobald sie nämlich den Sinn desSymbols verlohren, waren sie stumme Diener derAbgötterei oder mußten redende Lügner des Aberglau-bens werde». Und sie sinds fast allentbalben reich-lich geworden; nicht aus vorzüglicher Betrugsucht,sondern weil es die Sache so mit sich führte. So-wohl in der Sprache, als in jeder Wissenschaft,Kunst und Einrichtung waltet dasselbe Schicksal;der Unwissende, der reden oder die Kunst fortsetzensoll, muß verbergen, muß erdichten, muß heucheln;ein falscher Schein tritt an die Stelle der verlohntenWahrheit. Dies ist die Geschichte aller Ge-heimnis? auf der Erde, die Anfangs allerdingsviel Wissenswürdiges verbargen, zuletzt aber inson-derheit seitdem menschliche Weisheit sich von ihnengetrennt hatte, in elenden Tand ausartcten; undso wurden die Priester derselben, bei ihrem leerge-wocdnen Heiligthum zuletzt arme Betrüger.

Wer sie am meisten als solche darstelkete, wa-ren die Regenten und Weisen. Jene nämlich,die ihr hoher Stand, mit aller Macht bekleidet, garbald auf zwanglose Ungcbundenhcit führte, hieltencs für Pflicht ihres Standes, auch die unsichtbarenhöheren Machte cinzuschranken und also die Sym-bole derselben als Puppenwerk des Pöbels entwederzu dulden oder zu vernichten. Daher der unglückli-che Streit zwischen dem Thron und Altar bei allenhalbcultivirtcn Nationen; bis man endlich beide garzu verbinden suchte und damit das unförmliche Ding