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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 221

könnten: denn wie in der Welt wären sie anders ent-standen ? So lange ein Vater über seine Familieherrschte, war er Vater und ließ seine Söhne auchVater werden, über die er nur durch Rath zu ver-mögen suchte. So lange mehrere Stamme aus frei-er Ucbcrlegung zu einem bestimmten Geschäft sichRichter und Führer wählten: so lange waren dieseAmtsführer nur Diener des gemeinen Zweckes, be-stimmte Vorsteher der Versammlung; der Name Herr,König, eigenmächtiger, willkührlicher, erblicher Despotwar Völkern dieser Verfassung etwas Unerhörtes.Entschlummerte aber die Nation und ließ ihren Va-ter, Führer und Richter walten, gab sie ihm endlichgar schlaftrunkendankbar, seiner Verdienste, seinerMacht, seines Rcichthums oder welcher Ursachen we-gen es sonst sei, den Erbsceptcr in die Hand, daß ecsie und ihre Kinder wie der Hirt die Schaafe wei-de; welch Vcrhaltniß ließe sich hiebei denken, alsSchwachheit auf der Einen, Ucbcrmacht auf der an-dern Seite, also das Recht des Stärker». WennNimrod Bestien tobtet und nachher Menschen unter-jocht: so ist er dort und hier ein Jager. Der An-führer einer Colonie oder Horde, dcm Menschen wieThiere folgten, bediente sich über sie gar bald desMenschenrechts über die Thiere. So wars mit de-nen, die die Nationen cultivirten: so lange sie siecultivirten, waren sie Vater, Erzieher des Volks,Handhaber der Gesetze zum gemeinen Vesten; sobald,sie eigenmächtige oder gar erbliche Regenten wurden,waren sie die Mächtiger», denen der Schwächere dien-te. Oft trat ein Fuchs in die Stelle des Löwen undso war der Fuchs der Mächtigere: denn nicht Gewaltder Waffen allein ist Stärke; Verschlagenheit,