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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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Ideen zur Philosophie

List und ein künstlicher Betrug lhut in den meistenFällen mehr als jene. Kurz, der große Unterschiedder Menschen an Geistes - Glücks - und KörpergabenHut nach dem Unterschiede der Gegenden, Lebensartenund Lebensalter Unterjochungen und Despotien aufder Erde gestiftet, die in vielen Landern einander lei-der nur abgelöset haben. Kriegerische Bergvölker z.B. überschwemmten die rubige Ebne: jene hatte dasKlima, die Noch, der Mangel stark gemacht und ta-pfer erhalten; sic breiteten sich also als Herren derErde aus, bis sie selbst in der mildern Gegend vonUcppigkeit besiegt und von andern unterjocht wurden.So ist unsre alte Tellus bezwungen und die Geschich-te auf ihr ein trauriges Gemälde von Mcnschcnjag-den und Eroberungen worden: fast jede kleine Lan-desgrenze, jede neue Epoche ist mit Blut der Geopfer-ten, und mit Thräncn der Unterdrückten ins Buchder Zeiten verzeichnet. Die berühmtesten Namen derWelt sind Würger des Menschengeschlechts, gekrönteoder nach Kronen ringende Henker gewesen, und wasnoch trauriger ist, so standen oft die edelsten Men-schen Noihgedrungen auf diesem schwarzen Schauge-rüst der Unterjochung ihrer Brüder. Woher kommtsdaß die Geschichte der Weltreiche mit so wenig ver-nünftigen End-Resultaten geschrieben worden? Weilihren größesten und meisten Begebenheiten nach, siemit wenig vernünftigen End-Resultaten geführt ist:denn nicht Humanität sondern Leidenschaften habensich der Erde bemächtigt und ihre Völker wie wildeThiere zusammen Und gegen einander getrieben. Hättees der Vorsehung gefallen, uns durch höhere Wesenregieren zu lassen: wie anders wäre die Menschengc-schichte! nun aber waren es meistens Helden, d. i.