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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 219

sein Sohn Richter? Daß ihn der klügste und billig-ste Vater erzeugt hat, ist kein Grund: denn wederKlugbcit noch Billigkeit konnte er -ihm einzeugcn.Noch weniger wäre der Natur des Geschäfts nachdie Nation verbunden, ihn deßhalb als solchen anzu-erkenncn, weil sie seinen Vater einmal ans persön-lichen Ursachen zum Richter wählte: dc«n der Sohnist nicht die Person des Vaters. Und wenn sie garfür alle ihre noch Ungebohnie das Gesetz feststellenwollte, ihn dafür erkennen zu müssen und im Na-->men der Vernunft ihrer aller auf ewige Zeiten hinden Vertrag machte, daß jeder Ungcbohrne diesesStamms der gebM-ne Richter, Führer und Hirt derNation d. i. der tapferste, billigste, klügste des gan-zen Volks scyn und dafür der Geburt wegen vonjedermann erkannt werde» müßte; so würde es schwerseyn, einen Erbvertrag dieser Art ich will nicht sagen,mit dem Recht sondern nur mit der Vernunft znreimen. Die Natur theilct ihre edelsten Gaben nichtFamilienweise aus und das Recht des Blutes, nachwelchem ein Ungcbohrncr über den andern Ungebohr-nen, wenn beide einst gcbohren scyn werden, durchsRecht der Geburt zu herrschen das Recht habe, istfür mich eine der dunkelsten Formeln der mensch-lichen Sprache.

Es müssen andre Gründe vorhanden seyn, diedie Erbregierungen unter den Menschen einführkenund die Geschichte verschweigt uns diese Gründe nicht.Wer hat Deutschland, wer hat dem cullivirten Eu-ropa seine Negierungen gegeben? Der Krieg. Hor-den von Barbaren überfiele» den Weltlheil: ihre An-führer und Edeln lheilten unter sich Lander und