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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

2rä

me und Geschlechter einander weniger bedürfen, neh-men sie auch weniger Theil an einander; sic dachtenalso "an keine großen politischen Gebäude. Derglei-chen sind die Küsten der Fischer, die Weiden der Hir-ten, die Wälder der Jager; wo aus ihnen das vä-terliche und häusliche Regiment aufkört, sind die wei-teren Verbindungen der Menschen meistens nur ausVertrag oder Auftrag gegründet. Eine Jaqdnalionz. B. geht auf die Jagd: bedarf sie eines Führers,so ist es ein Jagdanführcr, zu dem sie den geschicktstenwählet, dem sie also auch nur aus freier Wahl, undzum gemeinschaftlichen Zweck ibres Geschäfts gehor-chet. Alle Thicre, die in Heerdcn leben, haben solcheAnführer: bei Reisen, Vertheidigungcn, Anfälle«und überhaupt bei jedem gemeinschaftlichen Geschäfteiner Menge ist ein solcher König des Spiels nöthig.Wir wollen diese Verfassung den zweiten Gradder natürliche» Regierung nennen: sic findetbei allen Völkern statt, die blos ihrem Bedürfnißfolgen und wie wirs nennen, im Stande der Naturleben. Selbst die erwählten Richter eines Volks ge-hören zu diesem Grad der Regierung: die klügstenund besten nämlich werden zu ihrem Amt, als zueinem Geschäft erwählt, und mit dem Geschäft istauch ihre Herrschaft zu Ende.

Aber wie anders ists mit dem dritten Grad,den Erbregiecungen unter den Menschen! wo hörenhier die Gesetze der Natur auf? oder wo fangen siean? Daß der billigste und klügste Mann von denStreitenden zum Richter crwaklt ward, war Naturder Sache und wenn er sich als einen solchen be-währt hatte, mochte ers bis in sein graues Alterbleiben. Nun aber siirbr der Alte und warum ist