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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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2i2 Ideen zur Philosophie

den Menschen. Er spricht und tausende lallen ihmnach: er erschafft und andre spielen mit dem was erhervorbrachtc: er war ein Mann und vielleicht sindJahrhunderte »ach ihm wiederum Kinder. Wie sel-ten die Erfinder im menschlichen Geschlecht gewesen,wie trage und laßig man an dem hangt, was manhat, ohne sich um das zu bekümmern, was uns feh-let ; in hundert Proben zeigt uns dicß der Anblickder Welt und die Geschichte der Volker; ja die Ge-schichte der Eultur wird cs uns selbst gnugsam weisen.

Mil Wissenschaften und Künsten ziehet sich al-so eine neue Tradition durchs Menschengeschlecht, anderen Kette nur wenigen Glücklichen etwas Neuesanzureihen vergönnt war; die andern bangen an ihrwie treufleißigc Sklaven und ziehen mechanisch dieKette weiter. Wie dieser Zucker und Mohrcntrankdurch manche bearbeitende Hand ging, eh er zu mirgelangte und ich kein andres Verdienst habe, als ihnzu trinken: so ist unsre Vernunft und Lebensweise,unsre Gelehrsamkeit und Kunsterziehung, unsre Kriegs-und Staatsweishcit ein Zusammenfluß fremder Er-findungen und Gedanken, die ohn unser Verdienstaus aller Welt zu uns kamen und in denen wir u»Svon Jugend auf baden oder ersaufen.

Eitel ist also der Ruhm so manches EuropäischenPöbels, wenn er in dem, was Aufklärung, Kunstund Wissenschaft heißt, sich über alle drei Welttheilesetzt, und wie jener Wahnsinnige die Schiffe im Ha-fen, alle Erfindungen Europa's aus keiner Ursachefür die Seinen halt, als weil er im Zusammenflußdieser Erfindungen und Traditionen gebohren worden.Armseliger, erfandest du etwas von diesen Künsten?Denkst du etwas bei allen deinen eingesognen Tra-