»
Philos. zur Ge sch. der Menschheit. 209
III.
Durch Nachahmung, Vernunft und Sprachesind alle Wissenschaften und Künstedes Menschengeschlechts erfundenworden.
>^obald der Mensch, durch welchen Gott oder Ge-nius es geschehen sei, auf den Weg gebracht war,«ine Sache als Merkmal sich zuzueignen, und demgefundncn Merkmal ein willkührliches Zeichen zu sub-stituiren, d. >. sobald auch in den kleinsten AnfängenSprache der Vernunft begann, sofort war er auf demWege zu allen Wissenschaften und Künsten. Dennwas thuc die menschliche Vernunft in Erfindung die-ser, als bemerken und bezeichnen? Mit der schwer-sten Kunst, der Sprache war also gewissermaße einVorbild zu allem gegeben.
Der Mensch z. B. der von den Thieren einMerkmal der Benennung faßte, hatte damit auchden Grund gelegt, die zähmbaren Thiere zu bezäh-men, die nutzbaren sich nutzbar zu machen und über-haupt alles in der Natur für sich zu erobern: dennbey jeder dieser Zueignungen that er eigentlich nichts,als das Merkmal eines zähmbaren, nützlichen, sichzuzueignendcn Wesens bemerken und es durch Spra-che oder Probe bezeichnen. Am sanften Schaaf z.E. bemerkte er die Milch, die das Lamm sog, diePhil, und Gesetz. IV. LH. O läeen. II.