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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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202 Ideen zur Philosophie

nach nicht vollkommener ist und nur zu bald dieKöpfe der Nachbeter mit tauben Worten erfüllet.Ja wenn sich diese beide Erlrcme, Spekulation undAnschauung gar gesellen wollen, und der metaphr,fi-sche Schwärmer auf eine Wortlose Vernunft vollAnschauungen weiset: armes Menschengeschlecht, so

schwebst du gar im Raum der Undinge zwischen kal-ter Hitze und warmer Kalte. Durch die Sprachebat uns die Gottheit auf einen sickerern, de» Mit-telweg gcführet. Nur Verstandcsideen sinds, diewir durch sie erlangen und die zum Genuß der Na-tur, zu Anwendung unsrer Kräfte, zum gesundenGebrauch unsres Lebens, kurz zu Bildung der Hu-manität in uns gnug sind. Nicht Aekher sollen wiralhmen, dazu auch unsre Maschine nicht gemachtist, sondern den gesunden Duft der Erde.

Und so sollten die Menschen im Gebiet wahrerund nutzbarer Begriffe so weit von einander entferntferm, als es die stolze Spekulation wähnet? DieGeschichte der Nationen sowohl, als die Natur derVernunft und Sprache verbietet mir fast, dies zuglauben. Der arme Wilde, der wenige Dinge sahund noch weniger Begriffe zusammcnfügte, verfuhrin ihrer Verbindung nicht anders als der Erste derPhilosophen. Er hat Sprache wie sie und durchdiese seinen Verstand und sein Gedächtniß, seinePhantasie und Zurückerinncrung tausendfach grübet.Ob in einem kleinern oder großem Kreise? diesesthut nichts zur Sache; zu der menschlichen Artnämlich, wie er sie übte. Der Wcltwcise Europenskann keine einzige Seelenkraft nennen, die ihm ei-gen sei; ja selbst im Verhältniß der Kräfte und