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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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Ideen zur Philosophie

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seine Mittel sind Zwecke; alle seine Zwecke Mittelzu größer» Zwecken, in denen der Unendliche allcrfüi-lend sich offenbaret. Was also jeder Mensch ist undscyn kann, das muß Zweck des A^enschengeschlechtsscpii; und was ist dies? Humanität und Glückselig-keit auf dieser Stelle, in diesem Grad, als dies undkein anderes Glied der Kette von Bildung, die durchsganze Geschlecht reichet. Wo und wer du gebohrcnbist, 0 Mensch, da bist du, der du seyn solltest: ver-laß die Kette nicht, noch setze dich über sie hinaus;sondern schlinge dich a» sie. Nur in ihrem Zusam-menhänge, in dem, was du empfangest und giebstund also in bcidcm Fall thätig wirst, nur da wohntfür dich Leben und Friede.

Zweitens. So sehr es dem Menschen schmei-chelt, daß ihn die Gottheit zu ihrem Gehülfcn ange-nommen und seine Bildung hienieden ihm selbst undseinesgleichen überlassen habe: so zeigt doch eben diesvon der Gottheit erwählte Mittel die Unvollkommen-heit unsres irdischen Daseyns, indem wir eigentlichMenschen noch nicht sind, sondern täglich werden.Was ists für ein armes Geschöpf, das nichts aussich selbst hat, das alles durch Vorbild, Lehre, Uebungbekommt und wie ei» Wachs, darnach Gestalten an-nimmt! Man sehe, wenn man auf seine Vernunftstolz ist, den Spielraum seiner Mitbrüdcr an auf derweite» Erde oder höre ihre vieltönige dissonante Ge-schichte. Welche Unmenschlichkeit gäbe es, zu dersich nicht ein Mensch, eine Nation, ja oft eine Reihevon Nationen gewöhnen konnte, sogar daß ihrer vie-le und vielleicht die meisten das Fleisch ihrer Mit-brüder fraßen. Welche thörichte Einbildung wäredenkbar, die die erbliche Tradition nicht hie oder da